Trainingszeiten

Dienstag, Donnerstag und Sonntag ab 17 Uhr

ausser Feiertag

Wissenswertes

Die Geschichte des Eisstocksports

Vermutlich kam das Eisstockschiessen bzw. seine Vorläufer, im 13. Jahrhundert aus Skandinavien. Bereits im 16.Jahrhundert tauchten die ersten Bilder auf, auf denen eine dem Eisstocksport ähnliche Freizeitbeschäftigung abgebildet ist. Der Eisstocksport bzw. Stocksport ist vor allem im Alpenraum verbreitet und ist ein alter Volkssport, der sich zunächst nur in Gegenden mit zufrierendem wasser verbreitete und nur im Winter gespielt wurde. Die ersten Vereine wurden bereits vor 1900 gegründet. Die moderne Art des Stocksportes wird sowohl als Freizeit- als auch als Leistungssport betrieben und wird heute ganzjährig betrieben. Der Stocksport ist ein Präzisionssport.

Im Gegensatz zu heute wurden die Stöcke früher individuell aus Holz gefertigt und mit einem Eisenreifen versehen, der Boden wurde mit Schiwachs gleitfähig gemacht. Die ersten Europameisterschaften fanden 1951 in Garmisch-Partenkirchen statt, die ersten Eisstock-Weltmeisterschaften 1983 in Frankfurt am Main.

Leider ist es jedoch bis heute nicht gelungen den Eisstocksport zu einer olympischen Disziplin zu machen.

Beim Stocksport unterscheidet man zwischen dem Mannschafs-, dem Weiten- und dem Zielwettbewerb.


Der Stock

Der Turnierstock besteht aus 3 Teilen: dem Stiel, dem Stockkörper und der Laufsohle.

Die Stockkörper wiegen zwischen 2,73 kg (Schülerstock) und 3,83 kg und sind je nach Typ mit einem Kennbuchstaben markiert.

Stockkörper Typ M: 3,80 kg bis 3,83 kg

Stockkörper Typ L: 3,70 kg bis 3,73 kg

Stockkörper Typ P: 3,50 kg bis 3,53 kg

Schülerstock Typ E: 2,73 kg bis 2,78 kg

 

Die Laufsohlen

Die Laufsohlen gibt es als Sommer- und Winterlaufsohlen. Die Sommerlaufsohlen bestehen aus Kunststoff, die Winterlaufsohlen aus Gummi. Sie sind in verschiedenen Härtegraden (Shores genannt) verfügbar, durch ein Wechseln der Platten kann damit die Geschwindigkeit des Stockes beim Schuss dosiert werden. Den unterschiedlichen Härtegraden sind Farben zugeordnet. Die schnellste Platte hat den höchsten Shorewert und die Farbe grün/weiss, dann folgt schwarz/weiss, grün, schwarz, grau, orange, gelb und blau, wobei es auch bei den einzelnen Farben noch Shoreunterteilungen gibt. Am meisten Kraft muss für eine hellblaue Platte angewendet werden. Im Sommer gibt es ausserdem noch neben den glatten Laufplatten geriffelte Laufplatten die sogenannten Profillaufplatten.

 

Der Mannschaftswettbewerb

Eine Mannschaft besteht aus 4 Spielern, jeder Spieler hat pro Durchgang einen Versuch, Ziel ist es, die Stöcke von der Abspielstelle aus so nahe als möglich zur "Daube", einem Gummiring mit einem Durchmesser von 12cm,  zu schiessen. Diese liegt vor Beginn des Spieles in der Mitte des Spielfeldes, dem Daubenkreuz. Wird die Lage der Daube durch das Spiel innerhalb des Feldes verändert, so verbleibt sie in dieser neuen Stellung. Verlässt sie jedoch das Spielfeld, wird sie wieder auf das Daubenkreuz gelegt.Ein Spiel geht über 6 Kehren. Eine der Mannschaften beginnt und versucht mit dem Stock ein sogenanntes Mass zur Daube zu machen. Die gegnerische Mannschaft versucht nun ihrerseits, entweder durch Schuss oder durch ein eigenes Mass in Bestlage zu kommen. Es dürfen auch innerhalb des Feldes dabei die Positionen der Stöcke verändert werden. Verlässt jedoch ein Stock das Feld, so ist er nicht mehr gültig. Ist die Kehre zu Ende gespielt, also hat keine der beiden Mannschaften mehr einen Stock, so werden die Punkte gezählt. Für den Stock in Bestlage erhält man 3 Punkte, für jeden weiteren Stock der eigenen Mannschaft, der besser als der gegnerische Stock ist 2 Punkte. Erreicht eine Mannschaft die "zieht", also ihren Stock in Bestlage hat, mit einem weiteren Stock das Feld nicht, so kommt es zu einem Punkteabzug. Bei einem Stock 3 Punkte minus, bei jedem weiteren Stock 2 Punkte minus. Ein Spiel hat 6 Kehren, das heisst 6 Durchgänge, das Anspiel wechselt bei jeder Kehre. Gewonnen hat wer mehr Spielpunkte nach den 6 Kehren hat. Haben bei einem Turnier 2 Mannschaften diesselbe Punkteanzahl erspielt, so wird der Quotient herangezogen, indem man die eigenen Stockpunkte durch die gegnerischen Stockpunkte dividiert.

Zielwettbewerb

Der Zielwettbewerb wird in 4 Durchgängen mit je 6 Versuchen durchgeführt, dabei kann pro Durchgang maximal 60 Punkte erspielt werden. Der Zielwettbewerb kann sowohl als Einzelwettbewerb als auch als Mannschaftsbewerb durchgeführt werden, wobei beim Mannschaftsbewerb jeden Durchgang ein anderer Spieler spielt, die Ergebnisse der einzelnen Spieler werden zusammengezählt.

1. Durchgang: 6 Versuche auf die mittleren Zielringe, der Spieler muss seinen Stock möglichst nahe an das Mittelkreuz bringen, gewertet wird der jeweilige Ring, den der Stock erreicht. Die Ringe zählen von aussen nach innen: 2, 4, 6, 8, 10 Punkte.

 

 

2. Durchgang: Es werden 6 Versuche auf einen Zielstock gespielt, der wechselweise in den markierten Kreisen A bis F aufgestellt wird. Bei den 6 Versuchen gilt es, den in den Kreisen befindlichen Stock aus dem Zielfeld zu bringen, der Stock des Spielers soll im Zielfeld verbleiben. Je nach Endlage der Stöcke werden für jeden Versuch 0, 2, 5 oder 10 Punkte vergeben.

3. Durchgang: Es werden je 3 Versuche ins linke und rechte hintere Ziel gemacht, wobei der Stock möglichst nahe ans Zentrum der Ringe gebracht werden soll. Gewertet wird jeweils der Ring, den der Stock erreicht, die Ringe zählen von aussen nach innen 2,4,6, 8 und 10 Punkte.

4. Durchgang: Es werden 6 Versuche auf einen Zielstock gespielt, der in den markierten Kreisen A, B, G, H, E und F nacheinander aufgestellt wird. Bei den Versuchen 1 und 2 muss der Zielstock so getroffen werden, dass der Stock des Spielers möglich nahe zum Mittelkreuz kommt, bei den Versuchen 3 und 4 soll der Zielstock so getroffen werden, dass dieser möglichst nahe ans Mittelkreuz kommt. Bei den Versuchen 5 und 6 soll der Zielstock in die hinteren Ringe befördert werden, wobei der eigene Stock in den Ringen verbleiben soll. Es wird der jeweilige Ring gewertet, den der Stock erreicht.